Tagebuch / Diary || Erlebnisse / Adventures

Event 

Title:
Managua
When:
01.09.2011 - 01.09.2011
Where:
Nicaragua -
Category:
Central America Diary

Description

Hola "Comandantes",

Heute war es endlich soweit! Einer DER "Highlights" unserer Mittelamerikareise stand auf der "To Do" Liste: "Managua"...

Bekannt seit Jahrzehnten aus der Tagesschau wandelten wir auf den Spuren der Sandisten, lernten viel über die "ewige Revolution". 

Begonnen hatte der Tag aber erstmal mit einem Skypemarathon, von Nordenstadt, über Wiesbaden skypten wir bis ins schöne "Minga", leider haben wir es aber immer noch nicht geschafft, endlich mal "bella Italia" an die Strippe zu bekommen.

Nachdem wir uns mit der Familie ausgetauscht hatten, zogen wir los, Managua "zu erleben". Begonnen haben wir in der "Area Monumental", dem Gebiet, wo im Jahre 1972 ein starkes Erdbeben die Stadt fast völlig zerstört hat. DIe Kulisse erinnerte an einen Hollywood Film, denn man beließ alles so, wie es nach dem Erdbeben war. Die Gefahr von weitern Beben war einfach zu groß, also verließ man einen kompletten Stadtteil, das Herz der Stadt.

Und genau hier wandelten wir nun herum. Im Zentrum dieses Viertels, dem "Parque Central", besichtigten wir die zerstörte "Cathedral", die jeden Moment einzustürzten drohte. Komplett mit Gras bewachsen, gespickt von riesigen Rissen im kompletten Gebäude, bestaunten wir das Bauwerk mit offen stehendem Mund. Auf den Spitzen der Türme thronten umgeknickte Kreuze, alles war so wie in einem Katastrophen Film.

Links und rechts von dem Platz, standen die früheren Regierungsgebäude, der "Palacio Nacional", sowie das "Palacio de la Pueblas de Nicaragua". Im "Palacio de Nacional" besuchten wir ein sehr interessantes Museeum, das komplett im Zeichen der heldenhaften Taten der "Sandinisten" stand. Wir bestaunten bunte Propagandabilder, Mural Paintings und Büsten eines Jeden Heldens, den die Revoluzion in Nicaragua in den letzten 75 Jahren hervorgebracht hat.

Der "Parque Central" war dazu gespickt von unzähligen Abbildern des "ewigen Präsidenten" "Daniel Ortega", der nun schon, mit einer Unterbrechung, seit 31 Jahren das Land regiert. Alles erinnerte ein wenig an "Propaganda", zu Heldenhaft wurde "Ortega" hier andauernd dargestellt. Unser nächster Stop war nun das Amphietheater am "Placa de Johann Pablo", wo ein großer Obelisk an den Besuch des guten alten Papstes erinnerte.

Weiter schlenderten wir duch das absolut menschenleere Viertel, das es ja verlassen wurde, bewegen sich hier absolut keine Leute auf den mit Rissen durchzogenen Straßen. Deswegen mussten wir auch immer mit einem offenen Auge umher schauen, sehr groß ist hier die Gefahr, einem Überfall zum Opfer zu fallen.

Im "Parque de la Paz", dem Freidenspark, "mieteten" wir uns sogar kurzerhand einen Polizisten, den hier ist sarkastischerweise die Gefahr überfallen zu werden im Friedenspark am größten. In dem abgefrackten Park bestaunten wir tausende, zerstanzte und vergrabene Gewehre, die beim Frieden nach dem Bürgerkrieg eingebuddelt wurden. Zur Mahnung ließ man hier die Gewehrläufe aus der Erde schauen, es war schon bewegend hier sein zu dürfen.

Nun hatten wir noch den "Pourto de Salvador Allende" auf der Angenda, dann hatten wir auch schon das vom Erdbeben zerstörte Gebiet "abgegrast"...

Nun ging es mit dem Taxi in ein noch übleres Viertel. Da wir uns unbedingt die 6.000 Jahre alten Fußspuren der Urzeitmenschen anschauen wollten ( Huellas de Acahualinca) , die Managua so berühmt machen, mussten wir in den sauren Apfel beißen und kurz in einer "High Risk" Area fahren. Mit einem sicheren Taxi ließen wir uns bis vor die Eingangstür chauffieren, schnell schlüpften wir in den gefängnissmäßigen Eingang, mit dicken Stahlstangen gesichert. Als wir die Abdrücke bestaunt hatten, wurden wir von einem Guide in ein Taxi befördert, um uns herum eine Menge wirklich düster herreinblickende Gestalten.

Aber auch hier kamen wir gut wieder raus, nun waren die "gefährlichen Viertel" abgearbeitet. Als nächstes ging es zum "Loma de Tiscape", dem Hausberg von "Managua". Von hier aus hatten wir einen 360 Grad Blick auf die Stadt, auch in den nahe gelegenen Kratersee des "Hausvulkans" konnten wir hinein blicken. 

Unser letzter Stop war dann die "Nouova Cathedral", die Erdbebensicher wie "Fort Knox" gebaut ist. Hier bestaunten wir die bunte Innendekoration, bevor wir den Tag dann in einem Einkaufszentrum ausklingen ließen, wo wir verschiednen Devotionalien für unserer "Kofferküche" kauften.

Nach einem sehr aufregenden Tag in einer geschichtsträchtigen Stadt - gewürzt mit einem herben Schuß Revolution und einem Spritzer Gefahr, ging es zum Einbruch der Dunkelheit zurück zu unserer "Nica WG", wir haben uns ja aus Spargründen Privat, im Hinterhof, bei einer Familie eingemietet.

Bilder zu unserem "Highlight Day" findet ihr unter dem folgenden Link:

http://www.w-365.de/bilder-pics/-central-america-tour/nicaragua-3182011-to-open/-la-cit-de-la-revulucion-3182011-to-292011.html

m+s

Venue

Venue:
Nicaragua