Worldtour 2013 - 2014

Event 

Title:
Horror on the Road
When:
23.01.2014 - 23.01.2014
Where:
Venezuela -
Category:
Diary Worldtour 2

Description

Hola Amigos,

heute sollte es also weiter gehen, wobei hier die Betonung auf "sollte" liegt!

Nachdem wir ja in den letzten Tagen hier ein wenig vom Pech verfolgt wurden sollte mit der Fahrtt in den Henrie Pittier National Park alles besser werden, aber es kam genau anders rum.

Wie gestern erfragt, solte heute unser Bus nach Maracay um 7.30 Uhr abfahren, da man hier in Venezuela keine Tickets im Vorverkauf erwerben kann, standen wir pünktlich um 6.30 Uhr in der Reihe an, um eines der Tickets für den Morgen Bus zu ergattern. Nachdem woir dann ein gutes Stündchen in der Schlange standen merkten wir, das es gar keinen Bus nach Maracay gibt, erst am Abend wird ein Bus fahren, der uns in die gewünschte Richtung bringen sollte.

Diese Erkenntnis brachte nun das Faß zum überlaufen. Wir können irgendwie "Sozialismus" nicht! Es soll immer alles geben, doch wenn man es braucht, ist es gerade aus, oder nicht verfügbar oder einfach nur weg! Nein, das wollten wir heute nicht akzeptieren.

Nicht noch einen Tag wollten wir verstrechen lassen, bevor wir weiter in den Henrie Piitier Park fahren würden, da uns eh´ nur noch 2 Tage dort vor Ort bleiben werden, bevor wir unseren Flieger auf die "Isla Margarita" besteigen werden.

Wir entschlossen uns also, einen Privat Transport zu organisieren, aufgrund der billigen Preise wegen dem Wechselkurs ist ja selbst ein für Venezuelaner teurer Spaß für uns finanziell durchaus zu ´verkraften.

Leider erwischten wir den wohl unqualifiziertesten Fahrer von ganz Venezuela. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von maximal 60 Km/H tuckerten wir die folgenden 12 Stunden durchs Land, wurden von jedem LKW und sogar teilweise von Fahrrädern überholt. Da sich unser Fahrer so viel Zeit ließ, schafften wir auch das Tagesziel nach Maracay nicht, was uns am Abend in ziemliche Probleme brachte.

Wir waren nämlich und das ist in Venzuela sehr gefährlich, noch nach Sonnenuntergang auf der Autobahn unterwegs - eine sehr, sehr schlechte Idee. Es hieß jetz also Plan B organisieren, runter von der Straße.

Auf einem Teistück der Autobahn, wo vor gut 2 Wochen die venezuelanische Schönheitskönigin erschossen wurde, kochte uns dann das Wasser über, wir forderten unseren Fahrer auf, schnell eine Bude für uns für die Nacht zu suchen und die Fahrt hier abzubrechen.

Das tat er dann auch, leider war das Viertel, in das wir dann fuhren, minder sicher, schnell mussten wir in eine Possada. Als dann auch noch ein Verrückter die Tür unseres Autos aufriß war "Red Allert" angesagt, wir übernahmen die Führung der Reisegruppe und steuerten uns so schenll durch die Slums, keine 5 Minuten später hatten wir das Tor einer rettenden Possada erreicht. Wir hatten Glück im Unglück, waren nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Man sieht hier, das man noch so viel vorplanen kann und das auch 12 Stunden für knapp 500 Kilometer nicht ausreichen, wenn man ein schwaches Glied in seiner Reisekette hat.

Mit noch einem Restschreck in den Adern ließen wir den Abend in der Possada ausklinken, Morgen werden wir sehr früh, aber dafür im Hellen, die letzen 150 Kilometer in den Henrie Piitier National Park fahren.

mark und simone

Venue

Venue:
Venezuela