Worldtour 2014 - 2015

Event 

Title:
Gangtiy Gonipa, Chimilha Kang
When:
06.10.2014 - 06.10.2014
Where:
Bhutan -
Category:
Worldtour 2014 bis 2015

Description

Hallo Freunde,

Heute hatten wir gleich zu Beginn des Tages richtig Glück, wir wurden Zeugen eines Tshechu, schon zum zweiten Mal in 2 Tagen dürfen wir einem solchen Fest beiwohnen. Um Euch die Bedeutung dessen näher zu bringen, hier eine Erklärung zu einem Tshechu Fest:

Tsechus sind örtliche bzw. regionale bhutanesische Feste des Tibetischen Buddhismus. Das Wort vor Tsechu verweist immer auf den Ort, an dem das Fest stattfindet. Je nach Region und Ort finden diese in der Regel zwei Mal im Jahr an dem zehnten Tag eines festgelegten Monats statt.

Die mehrere Tage dauernden regionalen Feiertage, Zeremonien und Rituale finden immer in der Nähe eines Heiligtums statt. Im Zentrum steht vor allem Guru Rinpoche (auch unter dem Namen "Padmasambhava" = "der aus dem Lotos geborene" bekannt, der große Lehrer des Tibetischen Buddhismus, der den Budhdismus nach Bhutan brachte.

Um die Ankunft und die Arbeit des Padmasambhava im Königreich Bhutan ranken sich viele Mythen, Sagen und Legenden, die als Maskentänze von den Mönchen dargestellt werden. Jeder dieser Tänze geht auf Guru Rinpoche zurück und wurde ihm - so der Glaube - durch den Buddha Amithaba in einer Offenbarung übermittelt.

Wichtigster Teil eines Tsechu ist das Auftreten der acht Erscheinungsformen des Guru Rinpoche:

  1. Dorji Drakpo mit bunter Brokatkleidung und einer furchterregenden roten Maske
  2. Tshokye Dorji mit blau-grüner Maske und kleinem Donnerkeil
  3. Loden Chogsey mit weißer Maske, roter Brokatkleidung, kleiner Trommel und Schale
  4. Shakya Senge mit rot-gelbem Mönchsgewand, einer Buddha-Maske mit blauem Haar und einer Schale in der Hand
  5. Padma Gyalpo in roter Brokatkleidung, orange-bärtiger Maske mit kleiner Trommel und einem Spiegel
  6. Nyima Yoezer in goldener Brokatkleidung und einer gelbbärtigen Maske
  7. Sengye Dradrok mit blauer Brokatkleidung und blauer Maske
  8. Guru Rinpoche mit goldener Maske unter einem Schirm

Wir konnten hier nicht nur die tollen Kostüme und Darbietungen bestaunen, nein auch tole Aufnahmen der Besucher des Festes konnten wir dank unsers Teleobjektives machen.

Bilder zum Gangtiy Gonipa Tshechu findet ihr unter dem folgenden Link:

http://www.w-365.de/bilder-pics/a-new-worldtour-number-three-392014-to-1552015/bhutan-4102014-to-10102014/gangtiy-gonipa-tschechu-6102014.html

Im Anschluss an diesen Besuch ging es weiter zum Chimilha Kang, wo eine absolute Besonderheit auf uns wartete. Die Penis - oder Phallus Vererhung der Bhutanesen.

Die spirituelle und materielle Welt fließen in Bhutan zusammen. So schmücken Phallus-Symbole die Wände auch moderner Häuser, um böse Geister fernzuhalten und die Bewohner zu beschützen. Viele Menschen erzählen von Berggöttern und guten Geistern, und die meisten Bewohner glauben an den Migo, eine bhutanische Version des Yeti.

In Bhutan wird traditionell ein erigierter Penis auf die Hauswand gemalt, um Dämonen und böse Geister vom eigenen Heim abzuhalten. Ihren Ursprung haben die auffälligen Phallusdarstellungen in einer Legende um den „bösen Heiligen“ Lama Drukpa Kunley (1455-1529).

Jener „heilige Verrückte“ war kein gewöhnlicher Heiliger. Er pinkelte auf religiöse Bilder, trank, bandelte mit unzähligen Frauen an und verhielt sich den Erzählungen nach auch sonst überwiegend skandalös. Dabei verfolgte er mit seinen Aktionen nicht bloße Provokation, sondern propagierte durch seine drastischen Methoden die Lehren des Buddhismus. Seine expliziten Botschaften brachten ihm unter anderem den Titel „Der Heilige von 5.000 Frauen“ ein, da er verkündete, Frauen in Form von Sex segnen zu können – und dies auch in die Tat umsetze.

Nach einer häufig erzählten Legende soll Drukpa den Dämon Dochu La mit seinem Penis niedergeschlagen und so vertrieben haben. Aufgrund dieser Geschichte galt Kunleys Penis den Bhutanern als heilig und Drukpa selbst als „Heiliger der Fruchtbarkeit“. Noch heute besuchen kinderlose Frauen aus der ganzen Welt das zu seinen Ehren im Jahr 1499 errichtete Chimi Lhakhang Kloster, um die eigene Fruchtbarkeit zu beleben. Der vorsitzende Lama segnet sie zu diesem Zweck mit einem ca. 25 cm langen Holzphallus. Auch den Namen des zukünftigen Kindes kann man durch ein weiteres Ritual in Erfahrung bringen, bei dem aus einer Vielzahl von beschriebenen Bambustäfelchen eins ausgewählt werden muss. Auf der gewählten Tafel findet sich der Name des ungeborenen Kindes.

Bilder zu der Ansammlung von Bauernhäusern mit Phallussymbolen - und unserem Besuch im Tempel des Lama Drukpa, findet ihr unter dem unten stehenden Link:

http://www.w-365.de/bilder-pics/a-new-worldtour-number-three-392014-to-1552015/bhutan-4102014-to-10102014/chimilha-kang-6102014.html

Abneds ging es dann weiter ins Phunaka Tal, wo wir erneut ein tolles Hotel bezogen haben.

m+s

 

 

Venue

Venue:
Bhutan